Mittwoch, Juni 27, 2007

Raus mit den Kröten!

Die Männerfilm-DVD-Sammlung konnte in den vergangenen Wochen potenten Zuwachs vermelden. Nachdem nun mittlerweile doch ein Großteil der wichtigsten Titel bereits seine zweite Veröffentlichung als Luxusedition erlebt hat und auch die kleineren Titel mehr und mehr verfügbar gemacht werden, lohnt sich der Blick über den Tellerrand, um mögliche eigene Blindflecken, aber auch Randgebiete oder historische Vorstufen des Männerfilms zu erschließen. Beginnen möchte ich den kleinen Einkaufsratgeber mit einem Film aus dem Jahr 1949, Allan Dwans TODESKOMMANDO (THE SANDS OF IWO JIMA), der sich wie Clint Eastwoods kürzlich erschienenes Doppelpack FLAGS OF OUR FATHER und LETTERS FROM IWO JIMA der Schlacht um die Pazifikinsel annimmt. Naturgemäß ist TODESKOMMANDO noch etwas näher am Propagandakino aus Kriegszeiten, weshalb die Anwesenheit von John Wayne nur folgerichtig erscheint. Die DVD von Kinowelt ist qualitativ absolut spitze, das fehlende Bonusmaterial wird durch den schlanken Preis mehr als wettgemacht. Hier habe ich etwas mehr zum Film und zur DVD geschrieben. Eine weitere Kaufempfehlung möchte ich für die Koch-Media-DVD von Enzo G. Castellaris EIN HAUFEN VERWEGENER HUNDE (QUEL MALDETTO TRENO BLINDATO) von 1977 aussprechen. Dieser Kriegs-/Abenteuerfilm kommt im Stile solcher Klassiker wie Aldrichs DAS DRECKIGE DUTZEND oder Huttons AGENTEN STERBEN EINSAM daher und ist zum ersten Mal ungeschnitten erhältlich. Mehr als 20 Minuten hatte man dem Film bei Ersterscheinung in Deutschland abgezwackt, wahrscheinlich, um ihn etwas "schneller" zu machen. Auch diese DVD sei Freunden des Genres wärmstens ans Herz gelegt. Wem diese Empfehlung noch nicht ausreicht, kann sich hier weitere Kaufargumente abholen. Last but not least habe ich noch eine Neuerscheinung aus dem Land der unmöglichen Begrenztheiten anzukündigen: Der in Deutschland leider nur als mittelprächtiges Bootleg erhältliche STONE COLD ist nun offiziell und im korrekten Bildformat in den US of A erschienen. Die DVD hat wohl keine größeren Extras anzubieten, aber der Film selbst ist ja auch mehr als genug für so einen zerbrechlichen Silberling. Wer sich tatsächlich die Schmach eingestehen muss, den noch nicht zu kennen, der klickt oben auf den Titel und liest, was Außenseiter und Funkhundd zu Craig R. Baxleys Beitrag zum Rockerfilm zu sagen hatten.

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